Wie gibt man weiter, worauf es im Kontakt mit Kindern ankommt, deren Eltern sich trennen?

Wie gibt man weiter, worauf es im Kontakt mit Kindern ankommt, deren Eltern sich trennen?Darüber habe ich mir wirklich lange den Kopf zerbrochen. Dann kam plötzlich einiges zusammen, aus dem schließlich das Konzept für mein Buch und diesen Blog entstanden ist: 

Zum einen habe ich während der vielen Jahre, in denen ich mit Trennungseltern gearbeitet habe, die Erfahrung gemacht, dass sich für die Kernkonflikte, Fragen und Sorgen aller Beteiligten genauso  Gesetzmäßigkeiten beschreiben lassen wie für den Verlauf von Trennungen.  Außerdem, so eine andere Erfahrung, sind Eltern unheimlich interessiert daran sind, Geschichten von gleichfalls Betroffenen zu hören, weil sie daraus viele Anregungen zur Lösung ihrer individuellen  Probleme beziehen. Und schließlich stellte mir eine Klientin Aufzeichnungen für meinen Vortrag auf einem Elternabend zur Verfügung. Sie erlaubte mir, diese zu verwenden, wenn ich ihren Namen veränderte.

In meinen Gruppen für Trennungseltern konnte ich beobachten, wie das, was Therapeuten „Sharing“ nennen, seine heilende Kraft entfaltet, indem jeder zuhört, wenn ein anderer von sich erzählt und sich dann mit einer Erfahrung zu Wort meldet, die bei ihm ganz ähnliche Gefühle oder Konflikte ausgelöst hat.

In einem Klima von gegenseitiger Wertschätzung und Aufrichtigkeit ermöglicht dieses Vorgehen einen enormen Zuwachs an Information und Selbsterkenntnis für alle Beteiligten, ohne dass die Teilnehmer*innen sich gemaßregelt, belehrt oder gegängelt fühlen müssen, denn jede(r) entscheidet selbst, was er/sie aus diesen Begegnungen für sich mitnimmt. So machte diese Klientin, ohne es zu ahnen, meinem Kopfzerbrechen ein Ende, indem sie mich dazu inspirierte, die (verfremdete) Geschichte von Anna zu erzählen, die stellvertretend für alle betroffenen Eltern typische Konflikte, Phasen und Probleme einer Trennung vom Vater ihrer beiden Kinder erlebt, die sie dann in einem auf 20 Sitzungen verdichteten therapeutischen Prozess reflektiert und in ihren Tagebuchaufzeichnungen verarbeitet.  

In Krisensituationen können fundierte entwicklungspsychologische Informationen Eltern dabei helfen,  Reaktionen ihrer Kinder richtig zu deuten.  Wenn es ihnen gelingt, das Verhalten ihrer Kinder vor dem Hintergrund ihres jeweiligen Entwicklungsstandes zu reflektieren, können sie Missverständnisse im Umgang miteinander vermeiden und verhindern, dass diese zu folgenschweren Fehleinschätzungen und damit zu sogenannten Entwicklungstraumata führen. Über mein Buch

Wenn Eltern ihre Kinder in einer Trennungssituation die notwendige Sicherheit und Orientierung vermitteln wollen, brauchen sie dazu immer auch die Bereitschaft, ihr eigenes Verhalten und ihre Motive zu reflektieren, weil Erziehung immer in Beziehung geschieht. 

Trennungseltern sind also stark gefordert, weil sie zeitgleich ihre persönliche Krise managen und für ihre Kinder da sein wollen.

Ich habe versucht, ein Setting zu schaffen, das meiner Arbeit in Gruppen nachempfunden ist. So wie ich Anna eingeladen habe, möchte ich  auch Euch einladen, in unserem fiktiven Stuhlkreis Platz zu nehmen. Hier könnt Ihr anderen betroffenen Eltern lauschen, die mittels verfremdeter Fallbeispiele zu Wort kommen und von ganz ähnlichen Erfahrungen berichten, wie sie Anna aktuell erlebt.

In Anlehnung an das oben erwähnte Prinzip des Sharings werte ich diese Erfahrung dann mit Anna zusammen aus. Ihr könnt Anna dabei begleiten, wie sie diese Anregungen umsetzt und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse  in ihrem Tagebuch – in dem sie mich „Frau S.“ nennt – reflektiert und verarbeitet.   …so geht´s 

So gehts...

So beginnen Annas Tagebuchaufzeichnungen:

Alle Texte von Anna sind im Folgenden kursiv gekennzeichnet.


Dieses Bild kündigt Fallbeispiele an.

Vielleicht mögt Ihr Euch vorstellen, neben  Anna und anderen Eltern in diesem Stuhlkreis  Platz zu nehmen.

Meine Kommentare und Ausführungen sind so dargestellt.

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Mein neues Buch ist da!

GLÜCKLICHE TRENNUNGSKINDER
- Ein therapeutisches Lesebuch

Mein Buch wird im April 2021 als private Printversion erscheinen.
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Bestellen könnt Ihr es per Mail an trennungskindersite@t-online.de. Es wird Euch dann per Post zugestellt. Interessierte Verlage dürfen sich auch gerne melden!

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