Trennung – ein Prozess in typischen Phasen

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In dieser Sitzung erfährt Anna , dass ihre persönliche Trennungskrise typischen Gesetzmäßigkeiten, wie den hier kurz vorgestellten fünf Phasen unterliegt, von denen die erste und die dritte Phase für betroffene Eltern  besonders bedeutsam sind und daher in besonderer Weise der Reflexion ihres Verhaltens bedürfen.

Die erste Phase, ich nenne sie die „Konflikt- und Entfremdungsphase“,  beginnt in dem Moment, wo sich die eigentliche Trennung anzubahnen beginnt. Sie ist oft erst rückblickend zu erkennen.

Die zweite Phase wird häufig als „Schockphase“ bezeichnet, weil Betroffene oft beschreiben, sie könnten nicht glauben, was ihnen da widerfahre.

Erst in der dritten Phase brechen dann die Gefühle auf. Dies ist die Phase, in der wir uns schlecht fühlen, traurig, wütend sind. Manchmal sind diese Gefühle so übermächtig, dass wir die Kontrolle verlieren. Diese Phase ist für Trennungskinder besonders kritisch.

In der darauffolgenden vierten Phase, in der wir uns selbst als einen eigenständigen Menschen wiederentdecken, beginnen Menschen langsam die Trennung zu realisieren. Sie setzen sich stark mit ihrer Beziehung und deren Ende auseinander. Alte Interessen werden wieder aufgenommen, Neues ausprobiert.

Mit der letzten Phase, der „Phase der Integration“  wird das Ende der gemeinsamen Lebensphase akzeptiert, und auch der verlassene Partner entwickelt eine neue Lebensperspektive.