– Leiblichkeit

– soziales Netz

– materielle Sicherheit

-Arbeit und Leistung

-Werte

„…Wenn ich diese Erfahrungen zusammenfassen soll, dann würde ich sagen, dass ich manchmal einfach nicht mehr sicher weiß, wer ich bin. Das hört sich vielleicht albern an, aber alles, was vorher klar gewesen war, meine Lebensperspektive, meine nahen und ferneren Ziele, mein Jahres- und Wochenrhythmus, mein Ausgangspunkt, alles, was so sicher gewesen war, ist plötzlich unsicher oder anders und ich weiß noch nicht genau, wie.

Wir haben z.B. immer von einem besonderen Urlaub geträumt. Wir wollten richtig lange mit einem Campingmobil durch Kanada fahren. Wir haben eine große bunte Kiste im Arbeitszimmer stehen, wo wir alle Informationen und Tipps, die für diese Reise wichtig sein könnten, sammeln. Diesen Urlaub werden wir nicht mehr gemeinsam machen und was mit der Kiste geschehen soll – ich weiß es nicht. Wo bislang das Wort „sicher“ gegolten hat, da regieren nun die Worte „vielleicht“ und „ich weiß nicht“. „

Eine Trennung ist eine Lebenskrise

Anhand des Modells der fünf Säulen der Identität beginnt Anna in dieser Sitzung zu verstehen, dass es sich bei Elterntrennungen im psychologischen Sinne immer um eine Lebenskrise handelt, weil sie letztlich jede dieser Säulen erschüttert. 

Diese Erkenntnis ermöglicht ihr einen ersten Abstand und die Reflexion ihrer Situation, von der sie sich bis dahin nur hilflos überwältigt fühlte.