Frust macht sauer

"...manchmal muss man jemandem einfach eine scheuern...!."

„… kriegt er natürlich den Jeansknopf nicht zu, und die Mädchen sagen ,Haha, kleines Baby!‘ Und da muss er ihnen ganz schnell eine scheuern.

Wenn sich die Eltern trennen, dann verunsichert das Kinder zunächst. Unsicherheit führt zur Anspannung: "Was bedeutet das, wenn sich Mama und Papa trennen?  Hab ich was falsche gemacht? Bin ich womöglich schuld?"

Diese erste Verunsicherung ist unvermeidlich, auch wenn sie sich im weiteren Verlauf gut auflösen lässt. Je jünger ein Kind ist, desto stärker sind seine Seele und sein Körper noch miteinander verbunden. Wohl jeder konnte schon beobachten, dass sich Kleinkinder und auch noch Kindergartenkinder mit dem ganzen Körper freuen, indem sie zappeln, die Arme recken oder auf der Stelle trampeln.

Auch negative, belastende Gefühle, suchen sich einen körperlichen Ausdruck, gleichgültig, ob es sich dabei um Unsicherheit, Angst, Wut, Traurigkeit handelt. So wie beim kleinen Juli, dem Helden von Kirsten Boie aus "kein Tag für Juli"  -  @Kirsten_Boie auf Instagram - für den an einem Tag im Kindergarten einfach alles schiefläuft - und zu allem Überfluss auch noch seine Jogginghose in der Wäsche ist, so dass er zum Turnen mit der Jeans gehen muss, wo er den Knopf so schwer aufkriegt.

Und dann heißt es da: "...  „… kriegt er natürlich den Jeansknopf nicht zu, und die Mädchen sagen ,Haha, kleines Baby!‘ Und da muss er ihnen ganz schnell eine scheuern.“ 

Aufmerksamen ErzieherInnen wird es natürlich auffallen, wenn ein bis dahin in sich ruhendes Kind plötzlich reizbar ist oder gar zum Raufbold wird, wenn es plötzlich häufig Ärger mit anderen Kindern bekommt, weil es regelmäßig das Spiel bestimmen und anführen will.

Also keine Angst, wenn Ihr als Trennungseltern zum Gespräch gebeten werdet! Gemeinsam könnt Ihr Euer Kind vielleicht viel besser verstehen und gucken, was es braucht!

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